Antwerpen - Die Diamantenstadt lockt mit vielen Schmuckstücken
Die Diamantenstadt, 88 Kilometer vor der Mündung der Schelde in die Nordsee, hat den zweitgrößten Hafen unseres Kontinents. Einst reichste Handelsstadt Europas, zog sie Kaufleute und große Künstler an, wie die bekannten Maler der Familie Brueghel. Aber auch der berühmte Rubens lebte und wirkte hier: Sein prunkvoll eingerichtetes Wohnhaus beherbergt heute ein Museum. Arm an Sehenswürdigkeiten ist die Barockhochburg Belgiens wahrlich nicht, ob Brabobrunnen, die Eisenbahnkathedrale des alten Hauptbahnhofes, das Königliche Museum der Schönen Künste, die Liebfrauenkathedrale oder die vielen anderen sehenswerten Kirchen der Stadt – Antwerpen ist ein echtes Juwel auf Ihrer AIDA Route.
Wussten Sie, dass Schokolade nicht einfach nur eine Gaumenfreude ist, sondern auch durch die Nase geschnupft für höchsten Genuss sorgt? Dass Bier keineswegs gleich Bier ist und in 450-facher Ausführung so manchen ausgesprochenen Liebhaber vor die Qual der Wahl stellt? Und haben Sie schon einmal Fritten singen gehört? Das alles ist Flandern, wo es die feinsten Pralinen gibt, Bier zum Nationalgetränk gekürt wurde und ein Kartoffelsnack einen Weltruf zu verteidigen hat.
Doch Flandern verführt nicht nur mit lukullischen Genüssen. Wer in Antwerpen am Ufer der Schelde auf Entdeckungstour geht, kommt an Rubens nicht vorbei. Der berühmteste Maler des Barock war hier mehr als 30 Jahre zuhause und verwöhnt Bürger und Besucher noch heute gleichermaßen mit seinen Werken. Die schönen Künste sind es, die Tausende Jahr für Jahr ins Rubenshaus locken. Hier hat der Meister gewohnt und gewirkt. Die Räume wurden so hergerichtet, wie sie zu seinen Lebzeiten ausgesehen haben mögen. Kunstliebhaber bewundern sein frühes Werk „Adam und Eva“ ebenso wie zahlreiche Heiligen-Portraits.
„Die Kreuzabnahme“ und die „Die Kreuzaufrichtung“ – zwei der berühmtesten Werke des großen Barockmalers – finden Sie jedoch in der Liebfrauenkathedrale von Antwerpen. Sie ist die größte Kirche Belgiens und beherrscht das Bild am Groenplaats. 1352 begannen die Bauarbeiten an diesem gotischen Meisterwerk, die fast zwei Jahrhunderte dauerten. Der 123 Meter hohe Fassadenturm ist ebenso beeindruckend wie die mehr als 100 Pfeiler, die im Inneren das Gewölbe tragen. Nach dem Besuch des Gotteshauses lohnt es, ein wenig am Groenplaats zu verweilen. Er gilt als Tor zur Altstadt und ist mit seinen vielen Cafés und Kneipen voller Leben. Natürlich fehlt auch ein Rubensdenkmal nicht. Die kleinen historischen Gassen wie der Vlaaikensgang erinnern an die Zeit des Mittelalters. Wo einst die Ärmsten der Armen lebten, lässt es sich heutzutage nach geglückter Restaurierung herrlich zum Grote Markt mit den Gildehäusern und dem spätgotischen Rathaus, das als Prunkstück der Stadt gilt, flanieren. Blickfang ist der Brabo-Brunnen, der an den Mythos der Stadtgründung erinnert. Auf Zeitreise gehen Sie auch im Museum Plantin-Moretus. Untergebracht in einem der schönsten flämischen Renaissance-Gebäude wird in diesem Patrizierhaus mit einer hervorragend erhaltenen alten Druckwerkstatt und einem weinumrankten stillen Innenhof das Flair dieser Epoche wieder lebendig.
Für Leckermäulchen ist hingegen der Besuch einer belgischen Pralinenmanufaktur zum „Dahin-Schmelzen“. Lassen Sie sich entführen in die süße Welt der Schoko-Gourmets und kommen Sie auf den Geschmack, wenn feinste belgische Schokolade mit erlesenen Zutaten verfeinert wird und die köstlichen belgischen Pralinen entstehen – einfach verführerisch. Schoko-Fans sind auch in Brügge akut gefährdet. Denn mehr als 30 Chocolatiers üben in den Stadtmauern ihr süßes Handwerk aus und hier wurde auch die Schnupf-Schokolade erfunden. Eine ganze Stadt voller Versuchung. Mehr als einen Versuch wert ist eine Bootsfahrt durch die Grachten Brügges, das gern mit dem Beinamen „Venedig des Nordens“ kokettiert. Ob vom Wasser aus, oder bei einem Spaziergang durch schmale Gassen und über Kopfsteinpflaster: Brügge fasziniert überall mit mittelalterlichem Charme. Die Altstadt blieb über die Jahrhunderte von Zerstörungen verschont und ist deshalb Weltkulturerbe. Zentraler Treffpunkt ist der Marktplatz mit seinem Wahrzeichen, dem Belfried. Dieser schlanke gotische Glockenturm krönt die Tuchhallen, in denen einst Brügges Reichtum erwirtschaftet wurde. Die Heiligblut-Basilika ist das älteste Gotteshaus der Stadt. In die Liebfrauenkirche aus dem 13. Jahrhundert strömen die Besucher vor allem wegen Michelangelos lebensgroßer „Madonna mit Kind“.
In Belgiens Reihe mittelalterlicher Städte fügt sich Gent nahtlos ein. Von der St.-Michaels-Brücke aus genießen Sie einen schönen Blick auf die Silhouette der Stadt, aus der die Türme der St.-Bavo-Kathedrale und der Nikolauskirche sowie der Belfried herausragen. Kunstkenner zieht es in die St.-Bavo-Kathedrale, wo sie fasziniert vor van Eycks Genter Altar mit dem berühmten Gemälde „Verehrung des Lammes“ stehen. Lassen auch Sie sich von diesem Meisterwerk flämischer Malerei gefangen nehmen und entdecken Sie immer wieder Neues in seinem bunten Garten Eden.
In der Neuzeit, oder fast schon in der Zukunft angekommen sind Sie, wenn Sie die Stadtgrenzen Brüssels passieren. In der Hauptstadt Belgiens wird die Zukunft Europas gestaltet. Natürlich werden Sie während einer Stadtrundfahrt einen Blick auf jenen Ort werfen können, an dem so viele wichtige Entscheidungen getroffen werden: das Europäische Parlament. Wer Brüssel hört, hat Atomium und Manneken Pis vor Augen. Ein Foto des überdimensionalen Eisenmoleküls mit seinen neun Kugeln gehört ebenso ins Belgien-Album wie eines von dem dicken Bronzekerlchen, das zwar nicht mehr im Original, aber immerhin schon seit 1619 so unverfroren in einen Brunnen pinkelt.
Bleibt das Rätsel zu lösen, wieso eigentlich Fritten singen sollen. Nur dann, so schwört der Fritten-Kenner, wenn die Kartoffelstäbchen im zweiten Fettbad ein leises Summen hören lassen, sind sie wirklich gut. Ob’s stimmt? Testen Sie selbst und lassen Sie sich ein auf ein verführerisches Flandern.
Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.
Daten & Fakten
Größe
Die belgische Hafenstadt Antwerpen ist Hauptstadt gleichnamiger Provinz und zählt rund 472.000 Einwohner. Sie ist die größte Stadtgemeinde des Landes und erstreckt sich im nördlichen Belgien auf einer Gesamtfläche von rund 204 Quadratkilometern.
Klima
Das Klima Flanderns mild und feucht. Im Tagesverlauf ist mit großen Temperaturschwankungen zu rechnen, auch starke Winde können schnell aufziehen. Die durchschnittlichen Tiefsttemperaturen im Winter betragen 2 °C und im Sommer 18 °C.
Politik
Belgien ist eine parlamentarische Monarchie mit einem Zwei-Kammer-System und dem König als Staatsoberhaupt, der Premierminister ist Regierungschef. Formal hat der König absolutes Vetorecht.
Sprache
Amtssprachen sind Niederländisch, Französisch und Deutsch.
Währung
Euro
