Bonaire
Rosarot – auch ohne Brille.
Auf Bonaire begegnet Ihnen die Natur in ihrer ganzen Ursprünglichkeit. Ob mit oder ohne Taucherbrille, Sie werden die vielfältige Flora und Fauna in den schönsten Farben sehen. Bonaires Nationaltiere, die rosaroten Flamingos, bevölkern die Salzseen auf der Südhälfte der Insel. Aber auch zahlreiche andere Vögel wie Sittiche, Kolibris, Strandvögel oder die Gelbflügelamazone, eine seltene Papageienart, sind auf Bonaire wunderschön zu beobachten. Papageien gibt es hier übrigens auch unter Wasser: die schillernden Papageienfische, die mit ihrem „Schnabel“ am liebsten an den Korallen knabbern. Sie müssen sich nur noch entscheiden, ob Sie mit einer traditionellen Dschunke, einem modernen Segelboot oder im Tauchboot in See stechen.
Mehr ...Bonaire ist die Mittlere unter den drei "ABC-Inseln", und viele halten sie für die Ursprünglichste unter den Niederländischen Antillen. Denn Bonaires Landschaft ist eher wild und herb. Die karibisch-sanfte Schönheit verzaubert spätestens auf den zweiten Blick - den durch die Taucherbrille. Das türkisfarbene Wasser ringsum ist glasklar und umspült eines der schönsten Korallenriffe der Welt. Mit Schwärmen exotisch bunter Fische. Vor 25 Jahren wurde die gesamte Unterwasserwelt rund um die Insel zum riesigen Naturschutzgebiet erklärt. Der "Bonaire Marine Park" wird seither ganzjährig von Meeresbiologen überwacht. Auch der Blick durchs Fernglas hat es auf Bonaire in sich. Hier leben 200 Vogelarten - darunter Papageien, Wellensittiche und Kolibris. Außerdem findet man hier die größte Flamingo-Kolonie der ganzen Karibik. Die kleine Hauptstadt Kralendijk (holländisch für "Korallendeich") ist nett und gemütlich. Das Zentrum an der "Plaza Reina Wilhelmina", dem Platz der Königin Wilhelmine, ist geprägt vom holländischen Stil des 19. Jahrhunderts. Der eigenständige Baustil auf Bonaire ist von einfach konstruierten eingeschossigen Gebäuden bestimmt. Gemauert aus dem heimischen Naturstein, dann verputzt und in herrlichen Farben getüncht. 1636 kamen die Niederländer auf die Insel, weil sich im Süden hochwertiges Salz aus dem Meer gewinnen ließ. Das Wasser verduftete durch Verdunstung. Übrig blieb das Salz. Klingt einfach, war aber Knochenarbeit. Noch heute sieht man an den alten Salzgärten die kleinen Häuschen, in denen während der Kolonialzeit die Sklaven lebten. Der Name Bonaire stammt noch von den indianischen Ureinwohnern. "Bojnaj" hieß bei ihnen "niedriges Land"...
Das abwechslungsreiche Farbenspiel auf Bonaire erlebt man besonders eindrucksvoll bei der Rundfahrt über die Insel. Angefangen bei den fröhlich bunt bemalten Häusern von Kralendijk und den schlichten Steinhütten der Sklaven, die heute unter Denkmalschutz stehen. Dann vorbei am Aussichtspunkt Thousand Steps an der Nordwestküste, der Ihnen das unverschämte Blau der Karibik zu Füßen legt. Die älteste Siedlung der Niederländischen Antillen, Rincon, geht zurück auf das 16. Jahrhundert, als die Spanier Schafe, Ziegen, Esel, Kühe, Schweine und Pferde zu Zuchtzwecken aus Europa mitbrachten. Den besten Blick auf den Hafen und die Häuser von Kralendijk sowie die vorgelagerte Insel Klein Bonaire hat man von Seru Largo aus.
Karibik einmal ganz anders: Schmetterling-Fans können sich mit viel Geduld auf Kamera-Pirsch begeben. Auf der Butterfly-Farm sind seltene Exemplare aus Mittel- und Südamerika zu bestaunen. Bonaire ist Heimat der seltenen Gelbschulter-Papageien, die sich am Devil’s Mouth eingenistet haben. Es bestehen zudem gute Chancen, unterwegs auf Flamingos, Fischreiher und andere Küstenvögel zu treffen. Also immer die Kamera bereithalten! Die größte Kolonie der rosafarbenen Flamingos, Bonaires Wahrzeichen, lebt rund um den flachen, natürlichen Salzwasserbinnensee Gotomeer. Diese beeindruckenden Vögel sind recht scheu. Also Daumen drücken und Atem anhalten. Wer das Glück hat, sie am flachen Ufer zu beobachten, wird danach nie mehr behaupten: "Auf einem Bein kann man nicht stehen." Der Führer kennt die Stellen, wo man die Tiere am wenigsten stört. Kolibris, Perlaugenspottdrosseln und Cayennetyrannen sind eher in der hügeligen Landschaft von Dos Pos zu beobachten. Die Vielfalt Bonaires entdeckt man am schnellsten aus der Luft. Wer genauer hinschaut entdeckt beim Rundflug auch den ein oder anderen Flamingo.
Wer zu den besten Schnorchelrevieren aufbrechen möchte, geht am besten an Bord eines Segelboots. Im kleinen Kreis auf großer Segel-Yacht oder per Katamaran ins Vergnügen. Oder man lässt sich auf karibisch-lässige Art vom Wind treiben und genießt die Sonne an Deck. Etwa an Bord der siamesischen Dschunke "Samur". Sie gleitet im gemächlichen Urlaubstempo zur unbewohnten Insel Klein Bonaire, wo genügend Zeit bleibt, sich am weißen Sandstrand zu aalen, zu schnorcheln und zu schwimmen. Nur Strandurlaub im Sinn? Dann ist unser Wassertaxi "Kantika di Amor" das richtige Boot. Es nimmt direkten Kurs auf die Strände von Klein Bonaire. Und schon um die 30 Minuten später kann man sich seinen persönlichen Bereich im weißen Sand abstecken. Wer es sportlicher mag, nimmt das Kajak um auf die Nachbarinsel zu „hüpfen“.
Im Mangrovenschutzgebiet von Bonaire rund um die Lac Bay kann man umweltfreundlich auf Entdeckungstour gehen. Per Muskelkraft im Kajak oder per Sonnenkraft im Solar getriebenen Boot. Die Lac Bay selbst ist das El Dorado des Windsurfens. Eine flache Lagune mit angenehmen Wassertemperaturen lässt sich per Windkraft gut erobern. Auch das so genannte Land-Segeln ist eine typische Windsportart. Auf planierten Flächen lässt es sich hervorragend „Trocken-Segeln“. Abgefahren ist auch die ATV-Tour, denn hier erkundet jeder der einen Führerschein hat, Bonaire im Eiltempo.
Die Kräfte der Natur pur...
Daten & Fakten
Klima
Die Durchschnittstemperaturen liegen ganzjährig bei 25 bis 29 °C mit angenehm kühlenden Passatwinden. Vereinzelte Schauer gibt es von Oktober bis Dezember.
Politik
Bonaire ist eine konstitutionelle parlamentarisch-demokratische Monarchie. Staatsoberhaupt ist die niederländische Königin, vertreten durch einen Generalgouverneur.
Sprache
Amtssprache ist Niederländisch. Umgangssprachen sind Papiamento und Englisch.
Währung
1 Niederländischer Antillen-Gulden (ANG) unterteilt sich in 100 Cents, 1 ANG entspricht ca. 0,39 Euro.
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