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Nachhaltigkeit bei AIDA Cruises

AIDA Cruises investiert 100 Millionen Euro für Umweltschutz
Rostock, 01. Dezember 2015

Mit der kommenden Schiffsgeneration, die 2015 und 2016 in Dienst gestellt wird, setzt AIDA Cruises erneut Maßstäbe im Umweltschutz. Das bestätigte jüngst auch der Naturschutzbund Deutschland (NABU). AIDAprima und ihr noch namenloses Schwesterschiff führen das NABU Kreuzfahrtranking 2014 als umweltfreundlichste Neubauten an.

Die beiden AIDA Neubauten erhalten ein umfassendes Filtersystem zur Reduzierung der Abgase. AIDA President Michael Ungerer: „Mit dieser bislang einzigartigen Technologie zur Abgasnachbehandlung können wir erstmals alle drei Emissionen – Rußpartikel, Stickoxide und Schwefeloxide – filtern und somit zwischen 90 und 99 Prozent  reduzieren. Dieses umfassende  Filterkonzept ist ein Meilenstein für AIDA Cruises, aber auch für die Kreuzfahrtindustrie insgesamt.“

Das Konzept des Filters:

Die innerhalb der Carnival Gruppe entwickelte Anlage zur Behandlung der Abgase setzt auf eine neuartige Technologie mit besonders kompakter Bauweise, die es erstmals ermöglicht, alle maßgeblichen Reinigungsstufen technisch unterzubringen. Stickoxide werden in einem Katalysator gebunden und Ruß- und Brennstoffrückstände in einem Filter ausgefällt. Die Schwefeloxide werden ohne Zusatz von Chemikalien in einem Wäscher entfernt.

Die Anlage zur Abgasnachbehandlung reduziert die Abgasemissionen wie folgt:
•    Stickoxide (NOx)                    [red. > 95%]
•    Schwefeloxide (SOx)                            [red. > 99%]
•    Rußpartikel (PM)                    [red. > 90%]
•    Kohlenstoffmonoxid (CO)                [red. > 70%]
•    Unverbrannte Kohlenwasserstoffe (HC)        [red. > 85%]

Mit diesem technologischen Quantensprung untermauert AIDA Cruises erneut seinen Führungsanspruch als Technologievorreiter.

Nachrüstung der Flotte und Ausbau innovativer Umwelttechnologien

Der Einbau der Anlagen zur Abgasnachbehandlung an Bord von AIDAprima, die im September 2015 in Dienst gestellt wird, ist bereits erfolgt. Das ebenfalls im Bau befindliche Schwesterschiff wird AIDA Cruises im Frühjahr 2016 übernehmen. Dieses wird mit derselben Technologie ausgerüstet.

 „Wir wollen nicht nur mit unseren Neubauten Maßstäbe setzen, sondern die Umweltbilanz unserer gesamten Flotte kontinuierlich verbessern. Daher werden wir auch unsere anderen Schiffe mit dem neuen umfassenden Filtersystem ausstatten“, so Michael Ungerer. Insgesamt wird AIDA Cruises bis 2016 rund 100 Millionen Euro in den Umwelt- und Klimaschutz investieren. Diese Summe ist Teil eines umfangreichen Investitionsprogrammes.

Im Oktober 2013 wurde AIDAcara während der planmäßigen Werftzeit für die Nachrüstung vorbereitet. Seit Mai 2014 verfügt AIDAluna über die erste Stufe des neuen Filtersystems, einen sogenannten Scrubber. Im November 2014 erhielt AIDAvita erste Installationen des umfassenden Systems zur Abgasnachbehandlung. Die Nachrüstung der anderen Schiffe erfolgt im Rahmen der regulären Werftzeiten.

Neben der neuen Filtertechnologie setzt AIDA Cruises auf weitere innovative Konzepte, um auch die Emissionen während der Hafenliegezeiten zu reduzieren. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei AIDA Cruises: „40 Prozent ihrer Betriebszeit verbringen AIDA Schiffe in einem Hafen. Wenn man sich das vor Augen hält, wird deutlich, wie wichtig unsere Maßnahmen zur Emissionsreduzierung während der Hafenliegezeiten sind.“

AIDAsol bereit für Landstrom

Schon heute hat AIDA Cruises alle Schiffe, die ab 2007 in Dienst gestellt wurden, für Landstrom vorbereitet. AIDAsol wurde im Juli 2013 als erstes Schiff der Flotte komplett für Landstrom ausgestattet. Dort, wo die Infrastruktur vorhanden ist, kann AIDAsol damit bereits umweltfreundlich über Landstrom mit Energie versorgt werden.

LNG Barge für Hamburg

Zudem hat die Reederei gemeinsam mit Becker Marine Systems ein wegweisendes Alternativkonzept zur umweltfreundlichen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen während der Hafenliegezeiten auf den Weg gebracht, die LNG Hybrid Barge.
Dank des Einsatzes des schwimmenden Flüssiggaskraftwerks wird der Emissions- und Partikelausstoß erheblich reduziert. Im Vergleich zur Nutzung von herkömmlichem Marinediesel mit 0,1 Prozent Schwefelanteil werden die Emissionen bei der Energieerzeugung mittels Flüssiggas auf der LNG Hybrid Barge noch einmal erheblich gesenkt: Der Ausstoß von Schwefeloxiden und Rußpartikeln wird gänzlich vermieden. Die Emission von Stickoxiden verringert sich um bis zu 80 Prozent, der Ausstoß von Kohlendioxid um weitere 30 Prozent.

Die weltweit erste LNG Hybrid Barge der Firma Becker Marine Systems wurde am 18. Oktober 2014 in der Hafencity Hamburg auf den Namen „Hummel“ getauft. Taufpatin des schwimmenden Flüssiggaskraftwerks zur umweltfreundlichen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen ist Dr. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei AIDA Cruises.
„Mit diesem Pilotprojekt setzen Becker Marine Systems und AIDA Cruises gemeinsam ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz, nicht nur für die Hansestadt Hamburg, sondern für die gesamte maritime Industrie“, sagte AIDA Präsident Michael Ungerer anlässlich der Taufe. „Mit der LNG Hybrid Barge stellen wir erneut unter Beweis, dass Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen für uns kein Widerspruch sind.“

Für das innovative Konzept der LNG Hybrid Barge wurden AIDA Cruises und Becker Marine Systems mit dem Baltic Sea Clean Maritime Award 2013 in der Kategorie „umweltfreundliche Infrastrukturentwicklung“ im Ostseeraum ausgezeichnet. Der vom Baltic Sea Forum in Zusammenarbeit mit dem europäischen InnoShip-Projekt verliehene Preis würdigt innovative Ideen, Projekte und Lösungen, die zum Schutz der Ostsee als besonders empfindlichem Ökosystem beitragen.

AIDA hat das 3-Liter-Schiff

Neben der Verringerung der Emissionen ist die Erhöhung der Effizienz ein wesentliches Kriterium für einen umweltfreundlichen Schiffsbetrieb. Bereits heute verbrauchen die Schiffe der AIDA Flotte pro Person an Bord durchschnittlich nur 3 Liter Treibstoff auf 100 Kilometern Fahrt.  Dies wurde von Experten des Germanischen Lloyd in einem unabhängigen Gutachten bestätigt.

Durch den Einsatz neuer Technologien will AIDA Cruises diesen Wert noch weiter verbessern. So verfügt die nächste Schiffsgeneration von AIDA beispielsweise als erste Kreuzfahrtschiffe weltweit über die innovative MALS-Technologie (MALS = Mitsubishi Air Lubrication System). Damit gleiten die Schiffe über einen Teppich aus Luftblasen. Dies verringert die Reibung und spart sieben Prozent der benötigten Antriebsenergie.

Darüber hinaus verfügt die nächste AIDA Schiffsgeneration über sogenannte Dual-Fuel-Motoren. Diese können auch mit umweltfreundlichem Flüssiggas betrieben werden.

Ausführliche Informationen zu seinem Umweltengagement veröffentlicht AIDA Cruises transparent und für jeden nachlesbar in seinem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht AIDA cares. Dieser ist abrufbar auf www.aida.de/aidacares.