VARIO | Innenkabine
Gran Canaria - Der südlichste "Mini-Kontinent" Europas
Das spanische Eiland war schon immer bei Besuchern beliebt. Lange Zeit vor Ihnen ist ein besonders berühmter Gast hier gelandet – Christoph Kolumbus. Um einige Schiffe seiner Flotte zu reparieren, machte der berühmte Seefahrer 1492 Halt auf Gran Canaria, bevor er dann versehentlich Amerika entdeckte. Schauen Sie sich in der Casa de Colón an, wie Kolumbus damals lebte. Ganz andere Sehenswürdigkeiten erwarten Sie im Tal von Guayadeque: Inmitten der bizarren Schönheit der drittgrößten Kanarischen Insel können Sie hier zahlreiche Höhlenwohnungen besichtigen, die zum Teil sogar noch bewohnt werden.
Man nehme zu gleichen Teilen Wüstensand, Vulkanfelsen sowie Tropenwald und platziere die Landschaftszutaten gleichmäßig auf einer kreisrunden Insel im Atlantik. Dann teile man sie mit einem 2.000 Meter hohen Gebirge in der Mitte in zwei verschiedene Wetterwelten. So könnte das „Rezept“ für Gran Canaria gelautet haben.
Kanaren zum Kennenlernen: Pueblo Canario
Einen Einstieg in das typisch kanarische Inselleben bekommen Sie im Pueblo Canario. Der Künstler Néstor de la Torre entwarf dieses charakteristische Dörfchen, das Teil des Parque Doramas ist, in den 1930er Jahren. In den kleinen Läden können Sie Kunsthandwerk erstehen, und das Néstor-Museum zeigt die märchenhaften Visionen des Künstlers vom Meer und von den Kräften der Natur. Im Park selbst gedeihen sehenswerte Exemplare einheimischer Flora.
Las Palmas’ eindrucksvolle Geschichte
Das älteste Viertel der Hauptstadt Las Palmas ist das Barrio de la Vegueta. Hier säumen herrschaftliche Häuser im lateinamerikanischen Kolonialstil die engen Kopfsteinpflastergassen. Die Casa de Colón erinnert daran, dass die Schiffe von Christoph Kolumbus auf ihrer Reise in die Neue Welt in Las Palmas Station machten. Prunkstück des Viertels ist die fünfschiffige Kathedrale Santa Ana im gotischen und neoklassizistischen Stil. Das Gotteshaus, mit dessen Bau bereits um das Jahr 1500 begonnen worden war, imponiert schon allein aufgrund seiner Größe. Keine andere kanarische Kirche besitzt eine derart breite Front: stolze 100 Meter. Die historischen Fakten zum Kirchenbau erfahren Sie im Kanarischen Museum. Außerdem informiert dort eine umfangreiche Sammlung über das Leben auf der Insel, bevor die Spanier kamen. Mumien und Skelette der Guanchen, die vor rund 5.000 Jahren das Eiland bevölkerten, gehören ebenso zu den Exponaten wie Schmuck und Kleidungsstücke aus der Zeit. Den schönsten Blick auf die Inselhauptstadt und ihren Hafen haben Sie vom Aussichtspunkt Altavista.
Explosives Erbe: Bandama-Krater
Einen Eindruck vom vulkanischen Ursprung Gran Canarias vermittelt die Caldera de Bandama. Der Krater befindet sich in der Nähe von Tafira, hat einen Durchmesser von 1.000 Metern und ist rund 200 Meter tief. Die auf dem Kraterboden erhaltenen Häuser stammen aus der Zeit, als ein niederländischer Kaufmann hier auf Terrassenfeldern Wein anbaute. Heute stehen sie allerdings leer. Vom nördlich des Kraters gelegenen 574 Meter hohen Berggipfel Pico de Bandama hat man eine tolle Aussicht bis nach Las Palmas und auch den besten Blick auf die Caldera de Bandama. Mit etwas (Wetter-)Glück bietet sich Ihnen an der Nordküste eine noch einzigartigere Aussicht, nämlich auf den höchsten Berg Spaniens, den Teide auf der Nachbarinsel Teneriffa.
Kanarische Architektur: Arucas & Teror
In Ihrer Sammlung „Gran Canarias schönste Orte“ dürfen Arucas und Teror keinesfalls fehlen. Mit Arucas erreichen Sie die viertgrößte Stadt Gran Canarias. Ihre graue Steinkirche im gotischen Stil wirkt fast etwas fremd zwischen den kleinen weißen Häusern, ist aber unbedingt ein Foto wert. Teror gilt als religiöses Zentrum und genießt darüber hinaus den Ruf, die typischste Stadt der Insel zu sein. Die Häuser aus der Kolonialzeit mit ihren traditionellen Holzbalkonen verströmen einen ganz besonderen Charme. Der Ortsname Teror hat seinen Ursprung übrigens in der Sprache der Ureinwohner und wurde von Telle abgeleitet, was so viel heißt wie „Ort der vielen Feigenbäume“. Die Schutzpatronin Gran Canarias, die Virgen del Pino, soll allerdings in einer Pinie erschienen sein. Ihre Statue wird in der Basilika aus dem 17. Jahrhundert verwahrt.
Weites Sandmeer: Dünen von Maspalomas
Im Südosten der Insel faszinieren die Sanddünen von Maspalomas auf einer Länge von sechs Kilometern die Besucher. Die faszinierenden Wanderdünen aus hellgelbem Korallen- und Muschelkalk laden zu einem ausgedehnten Spaziergang ein. Oder Sie lassen sich gleich auf den breiten Sandstrand fallen – schließlich haben Sie Urlaub! Übrigens finden Sie hier auch das einzige offizielle FKK-Gebiet Gran Canarias.
Hafenname
Las Palmas
Entfernung
Vom Flughafen zum Hafen: ca. 35 km
Flughafenname
Aeropuerto de Gran Canaria
Alle Angaben unter Vorbehalt. Kurzfristige Änderungen sind möglich. Genauere Informationen finden Sie in Ihren Reiseunterlagen.
Daten & Fakten
Größe
Die fast kreisförmige Insel Gran Canaria ist die drittgrößte des Kanarischen Archipels und hat ca. 848.000 Einwohner. Im Nordosten liegt die Hauptstadt Las Palmas mit ca. 380.000 Einwohnern.
Klima
Im Norden der Insel ist es aufgrund der Passatwinde häufig stark bewölkt, regnerisch oder neblig. Im Süden herrschen das ganze Jahr über Sonnenschein und angenehme Temperaturen von 20 bis 26 °C.
Politik
Die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln bilden eine autonome Gemeinschaft mit einem Einkammerparlament. Der Sitz des Parlaments ist in Santa Cruz de Tenerife auf Teneriffa.
Sprache
Spanisch
Währung
Zahlungsmittel ist der Euro.