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Einweihung der Landstromanlage Altona: AIDAsol geht in Altona an die Steckdose

Hamburg, 03. Juni 2016

Mit dem Anlauf der AIDAsol wurde heute die Landstromanlage in Altona feierlich eingeweiht.
Neben Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, HPA-Geschäftsführer Jens Meier, Dr. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei AIDA Cruises, und Michael Westhagemann, Leiter der Siemens-Niederlassung und Vorsitzender des Clusters Erneuerbare Energien in Hamburg, waren auch Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks und Andreas Boschen, Leiter INEA CEF (Connecting Europe Facility), anwesend.
Vor dem Hintergrund steigender Schiffsanlaufzahlen hatten Senat und Bürgerschaft in der vergangenen Legislaturperiode die Hamburg Port Authority (HPA) mit dem Bau einer Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona und der Infrastruktur für die landseitige Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen durch eine LNG Power Barge am Kreuzfahrtterminal HafenCity beauftragt.
Der Bau der Landstromanlage in Altona ist zudem eines der Teilziele des Initiative smartPORT energy, welche die HPA im Jahr 2012 gemeinsam mit der damaligen Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) sowie der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) initiiert hatte. Erklärtes Ziel ist die energetische Neuausrichtung des Hamburger Hafens.
Die Landstromanlage in Altona, die im Auftrag der HPA von Siemens gebaut wurde, ist in ihrer Dimensionierung einzigartig in Europa und ein weiterer Schritt für die Entwicklung Hamburgs zu einem der attraktivsten und umweltfreundlichsten Kreuzschifffahrtsstandorte Europas.
Sowohl die Europäische Union als auch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erkannten dies an und fördern die Errichtung einer alternativen Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen im Hamburger Hafen mit 3,5 bzw. 3,7 Millionen Euro. Insgesamt liegen die Baukosten der neuen Landstromanlage bei rund 10 Millionen Euro.
„Die Landstromversorgung für Kreuzfahrschiffe ist ein Baustein für die Nachhaltigkeit des Hamburger Hafens. Darüber hinaus leisten wir einen Beitrag zur Verringerung der Emissionen von Schiffen. Mit unserem Pilotprojekt schaffen wir die Voraussetzungen, um auszutesten wie in weiteren Schritten auch andere Seeschiffe während ihrer Liegezeit mit sauberer Energie versorgt werden könnten“, sagt Bürgermeister Olaf Scholz.
„Wir freuen uns diese, in ihrer Dimensionierung bisher in Europa einzigartige Landstromanlage heute einzuweihen. Bereits Anfang Dezember 2015 konnten wir die Lasttests der Anlage unter Volllast erfolgreich durchführen. Nun ist mit der AIDAsol auch der Praxistest erfolgt. Künftig wird es nur wenige Minuten dauern bis die externe Stromversorgung dank des automatisierten Zuführungssystems der Anlage steht und die Kreuzfahrtschiffe während ihrer Liegezeit in Altona nahezu alle Motoren ausstellen können. Das reduziert nicht nur den Ausstoß von Luftschadstoffen, wie Stick- und Schwefeloxiden und Feinstaub, sowie auch Kohlendioxid, sondern senkt zudem die Schallemissionen. Gerade hier am Cruise Center Altona, an dem die Wohnbebauung sehr nah ist, bedeutet das einen Gewinn für die Anwohner, aber natürlich auch für Besatzung und Passagiere“, sagte Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA.
„AIDA Cruises ist schon heute auf alle derzeit verfügbaren Möglichkeiten zur emissionsarmen Energieversorgung im Hafen vorbereitet. Wir freuen uns, dass AIDAsol als erstes Kreuzfahrtschiff über die Landstromanlage in Altona mit Strom versorgt werden wird. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Aufbau der Infrastruktur für einen emissionsarmen Schiffsbetrieb und neben der Nutzung von LNG eine weitere wichtige Alternative, um die Emissionen während der Liegezeiten zu reduzieren“, sagt Dr. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei AIDA Cruises.
„Wir sind sehr froh darüber, dass wir Hamburg bei diesem wichtigen Schritt zu mehr Luftreinhaltung im Hafen als Technologiepartner unterstützen konnten. Am meisten freut es mich, dass wir hier eine nach internationalen technischen Standards und für alle gängigen Bordsysteme und Schiffsgrößen ausgelegte Lösung geschaffen haben. Es wäre wünschenswert, wenn weitere Hafenstädte diesem Beispiel folgten“, sagt Michael Westhagemann, Leiter der Siemens-Niederlassung und Vorsitzender des Clusters Erneuer-bare Energien in Hamburg.


Technische Details:
Die Landstromanlage Altona besteht aus einer Umformerstation, Leitungen und einem Kabelkanal für die Energiekette auf der Kaianlage sowie einer mobilen Übergabeeinrichtung.
Der aus dem öffentlichen Netz gelieferte Strom von 10 kV/50 Hz wird im Umformergebäude auf die von Kreuzfahrtschiffen benötigte Spannung von 11 kV/60 Hz umgewandelt. In die Umformerstation werden vier Transformatoren und ein Frequenzwandler eingebaut. Für die Nutzung der Land-stromanlage ist der Bezug von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen vorgesehen.

Elektrische Eingangsspannung/-frequenz: 10 kV/50 Hz
Elektrische Ausgangsspannung/-frequenz: - 11 kV/60 Hz und 6,6 kV/60 Hz
-    10 kV/50 Hz und 6 kV/50 Hz
Maximale Leistung: 12 MVA (Megavoltampere)



Die Hamburg Port Authority betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, Ressourcen schonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen. Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen. Sie vermarktet spezielles, hafenspezifisches Fachwissen und nimmt die hamburgischen Hafeninteressen auf nationaler und internationaler Ebene wahr. www.hamburg-port-authority.de

Pressekontakt: HPA Hamburg Port Authority | Pressestelle | Tel.: +49 40 42847-2300 | pressestelle@hpa.hamburg.de

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Hansjörg Kunze
Vice President Communication & Sustainability