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Gelebte Praxis

Gelebte Praxis

Nachhaltiges Handeln bewußt umsetzen

Nachhaltigkeit ist bei AIDA nicht nur technische Innovation, sondern gelebte Praxis an Bord und an Land. Ob bei der Planung der Schiffseinrichtung, der Gestaltung von Ausflügen oder dem Einkauf von Produkten – immer ist auch die Umweltverträglichkeit für unsere Entscheidungen maßgeblich. Darüber hinaus sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter und Gäste für nachhaltiges Handeln.

Persönliches Umweltengagement

Wir wollen unsere Gäste an Bord nicht nur mit herausragendem Service begeistern, sondern auch unsere Angebote so nachhaltig wie möglich gestalten. Unsere Ausflugsangebote mit Fahrrad, Segway oder Pedelec sind das beste Beispiel dafür, dass Umweltschutz richtig Spaß machen kann. Bei Landausflügen achten wir streng darauf, dass Abfall entsorgt oder wieder mitgenommen wird. Auch bei unseren Tauchausflügen legen wir Wert darauf, dass unsere Gäste die Wunder der Unterwasserwelt zwar bestaunen können, jedoch nicht anfassen. Denn gerade dieses Ökosystem ist hoch sensibel. Auch Delphinarien besuchen wir aus Gründen des Tierschutzes nicht. Bei AIDA gehen wir mit gutem Beispiel voran und sensibilisieren und begeistern damit auch unsere Gäste für Nachhaltigkeit.

Ende 2012 haben wir auf den ersten Schiffen eine so genannte Umweltstunde eingeführt. Hier informieren unsere Umweltoffiziere interessierte Gäste über unser Engagement und beantworten ihre Fragen. Unsere Umweltoffiziere sind an Bord Schlüsselpersonen. Ihre Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass die nationalen wie internationalen Gesetze in Sachen Umweltschutz eingehalten werden. Wir orientieren uns dabei am Marine Environment Protection Committee (MEPC) sowie an den Vorgaben der International Maritime Organization (IMO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Unterstützt werden unsere Umweltoffiziere durch unsere interne Nachhaltigkeitsorganisation sowie unser integriertes Managementsystem. Außerdem sind die Offiziere für das Abfallmanagement und die Schulung der Mitarbeiter zu Umweltthemen verantwortlich.

Entscheidend für den Erfolg unserer Umweltstrategie ist es, dass wir alle unsere Mitarbeiter aktiv einbinden. Vom ersten Tag an sensibilisieren wir sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, zum Beispiel in regelmäßigen Schulungen. So absolviert jedes neue Crew-Mitglied ein spezielles Umwelttraining zum richtigen Umgang mit Ressourcen, Abwasser und Abfall. Unsere Offiziere erhalten zusätzlich sogenannte „Job Specific Trainings“, die sie speziell auf die umweltspezifischen Anforderungen ihres beruflichen Alltags an Deck oder im Maschinenraum vorbereiten. Transparenz ist dabei besonders wichtig: Bei gesetzlichen oder internen Neuerungen informieren wir unsere Mitarbeiter unverzüglich über die Änderungen im täglichen Arbeitsprozess und über die Gründe dafür. Denn schließlich wollen wir, dass unsere Mitarbeiter nicht nur entsprechend unserer Vorgaben umweltbewusst handeln, sondern auch, dass sie wissen, warum wir dies fördern.

Ressourcenschonung leicht gemacht

Auch an Bord können wir viel mit umweltbewusstem Handeln erreichen: So sparen wir im Hotelbereich auf allen Schiffen ab AIDAsol durch innovative Beleuchtungslösungen und ein umfassendes Licht-Management-System circa 30 Prozent der für die Beleuchtung benötigten Anschlussleistung. Dabei brauchen wir natürlich die Unterstützung unserer Mitarbeiter und Gäste, um entsprechend Energie einzusparen: Damit Licht und Klimaanlage nicht unnötig in Betrieb sind, kann zum Beispiel jeder Gast auf unseren drei jüngsten Schiffen über einen Hotel-Card-Schalter beim Betreten oder Verlassen der Kabine den Strom abschalten. Um noch mehr Energie einzusparen, sind alle Kabinen der neuen Schiffe mit einem modernen Umluftsystem inklusive Abwärmenutzung ausgestattet, sodass sie voneinander getrennt temperaturabhängig geregelt werden (HVAC Control System). Diese moderne Technik reduziert den Energieverbrauch in den Kabinen um bis zu 20 Prozent. Hier setzen wir nur solche Kältemittel ein, die die schützende Ozonschicht der Erde nicht gefährden. Damit konnten wir die Emissionen von Ozon abbauenden Kühlmitteln auf null reduzieren.

Auch Wassersparen ist für AIDA ein wichtiges Thema: Unsere Gäste verbrauchen immer weniger Wasser – und zwar ganz automatisch, denn wir haben auf wassersparende Anwendungen wie spezielle Duschbrauseköpfe, Durchflussbegrenzer bei Waschbecken und Duschen, Zeitschaltungen und Infrarotsteuerung im Sanitärbereich umgestellt. Zudem funktionieren die WC-Spülungen mit einem besonders sparsamen Vakuumsystem, das pro Spülgang nur einen Liter Wasser verwendet. Auf unseren neuen Schiffen haben wir zusätzlich ein Vacuum-Food-Waste-System für Lebensmittelabfälle installiert, das erheblich weniger Wasser als herkömmliche Systeme verbraucht. Denn statt die Abfälle mit Wasser durch Pipelines zu schwemmen, befördern wir sie über ein Vakuum-Saugsystem in den dafür vorgesehenen Speichertank. Das Ganze geschieht auf der Grundlage des MARPOL-Abkommens der UN-Schiffahrtsorganisation IMO: Es enthält Vorschriften zum Schutz der Meere und besondere Emissionsanforderungen für Sondergebiete wie die Nord- und Ostsee. Den MARPOL-Bestimmungen zufolge gilt für die Ostsee ein Entsorgungsverbot von unbehandelten Abwässern innerhalb von zwölf Seemeilen zur Küste. Wir gehen sogar darüber hinaus und handeln nach unserer eigenen „Zero Discharge Policy“. Das heißt: Von AIDA Schiffen werden grundsätzlich keinerlei unbehandelte Abwässer ins Meer gelassen.

Umweltbewusste Fahrweise unserer Schiffs- und Autoflotte

Natürlich spielt auch die optimierte Fahrweise unserer Schiffe eine wichtige Rolle beim Umweltschutz. Seit langem fahren wir daher auf vielen Strecken nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit: Eine gute Möglichkeit, Treibstoff in größerem Umfang zu sparen. Außerdem können durch ein effektives Routenmanagement, die Vorgabe von Fahrrinnen zur Wegeoptimierung, die Verbesserung von Fahrplänen und Liegezeiten ebenfalls erhebliche Mengen Treibstoff eingespart werden.

Auch die CO2-Emissionen unserer Firmenwagen halten wir so gering wie möglich. Durch den Kauf effizienterer Neuwagen haben wir 2012 die durchschnittlichen Emissionen gegenüber 2011 deutlich reduziert. Den CO2-Ausstoß unserer Firmenwagenflotte konnten wir von 342 Tonnen auf 291 Tonnen senken. 2013 setzen wir zudem erstmals Elektro- und Erdgasfahrzeuge ein. In einem Testlauf wollen wir prüfen, ob diese sich im AIDA Alltag bewähren können.

Umweltfreundliche Gebäude und Bürolösungen

AIDA Home wird 2014 der neue Arbeitsplatz für rund 400 Mitarbeiter in Rostock sein. Für den Bau unseres neuen Gebäudes, das zusätzlichen Platz für weitere Mitarbeiter bieten soll, haben wir höchste Standards in Sachen Energieeffizienz berücksichtigt.

Zum Heizen und Kühlen wird eine Kombination aus Geothermie (Erdwärme), Kompressionskältemaschine und Fernwärme genutzt. Darüber hinaus soll AIDA Home über ein modernes Raumklimakonzept mit Hybridfassade, thermischer Bauteilaktivierung, Quelllüftung sowie Heiz- und Kühlsegel verfügen. So werden unsere Mitarbeiter zu jeder Jahreszeit ein perfektes Arbeitsklima vorfinden.

Für gute Sicht sorgen effiziente Lampen (zum Beispiel LED-Technik) und eine Beleuchtungssteuerung. Parallel werden wir damit bis zu 60 Prozent Energie einsparen und den CO2-Ausstoß deutlich reduzieren.

Wir streben damit auch die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) in Silber an. In Mecklenburg-Vorpommern wären wir die Ersten, die dieses Siegel erhalten.

Um die Reduktion unserer CO2-Emissionen geht es auch beim Projekt „Go Green“. Dafür kooperieren wir seit März 2011 mit der Deutschen Post. Und sorgen so dafür, dass unsere Post klimaneutral versendet wird. Positiver Nebeneffekt: Durch unsere Teilnahmegebühren unterstützen wir Klimaschutzprojekte in China, Afrika oder Indien.

Umfassende Qualität

Zu unserem Nachhaltigkeitskonzept gehört neben technischer Effizienz auch die Strategie der umfassenden Qualität. Das bedeutet, dass wir bei all unseren Entscheidungen das große Ganze im Blick haben, nicht nur den Geschäftserfolg, sondern auch den Umweltschutz, das Wohl der Gesellschaft sowie zufriedene Gäste und Partner. So achten wir beispielsweise bereits beim Einkauf unserer Produkte darauf, dass diese wiederverwertbar sind und in biologische oder technische Kreisläufe zurückgeführt werden können. Nach dem Vorbild der Natur sollen möglichst alle Produkte eines Stoffwechsel-Prozesses für einen anderen Prozess wiederverwertet werden. So wird die Entstehung tatsächlicher Abfallprodukte auf ein Minimum reduziert.

Langfristig wollen wir alle bislang von AIDA genutzten Produkte wie Möbel, Berufskleidung oder Lebensmittel nach und nach auf ihre Rückführbarkeit in biologische und technische Kreisläufe prüfen und gegebenenfalls anpassen oder ersetzen. Ein Beispiel: In den Crew-Kabinen unserer Schiffe werden wir ab 2013 nach und nach die Teppiche auswechseln. Die neuen Teppichfliesen entsprechen unseren Anforderungen an nachhaltige Produkte aus der Kreislaufwirtschaft. Sie werden aus umweltfreundlichen und recyclingfähigen Materialien gefertigt. Zudem sind sie von der Herstellung bis zum Recycling gesundheitlich unbedenklich, enthalten also keine Bestandteile oder Substanzen, die bei der Verarbeitung oder Nutzung schädliche Stoffe, etwa reizende Chemikalien, abgeben.

Cradle-to-cradle-Prinzip: Beispiel Teppichfliese


Ein weiteres Beispiel für unser Prinzip der umfassenden Qualität stellt unser Beitritt zur Initiative „CEOs pro Recyclingpapier“ dar. 2012 sind wir dem Appell von Bundesumweltministerium, Naturschutzbund Deutschland, Deutscher Gesellschaft CLUB OF ROME und der Initiative Pro Recyclingpapier gefolgt. Damit haben wir uns verpflichtet, unsere Papier- und Drucksachen auf Recyclingpapier mit dem Blauen Engel umzustellen. Alle Papier- und Drucksachen, die ab 2013 bestellt werden, sind entsprechend zertifiziert.

Foto Teppiche: steschum/Fotolia.com; Foto Erde: M. Schuppich/Fotolia.com; Foto Müllauto: Ssogras/Fotolia.com restliche Bilder: Desso

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